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    Das englische Wort PG steht für Powergamer und bezeichnet zu Deutsch einen Spieler der mehr als 4h pro Tag spielt. Powergamer zeichnen sich dadurch aus, das sie in relativ kurzer Zeit sehr viel Erfahrungspunkte, Geld oder Items sammeln, da sie oft nicht weniger als 16h pro Tag spielen.

    Bei den meisten Spielern herrscht die Ansicht, dass es im Rollenspiel kein klar definiertes Ziel gibt außer dem, Spaß zu haben und durch eigene Beiträge und konsequentes Spiel eine möglichst tiefe und authentische Atmosphäre zu schaffen. Ein Powergamer dagegen sieht es als Spielziel an, sich gegenüber seinen Mitspielern einen Vorteil zu verschaffen. Dieser Vorteil besteht meistens darin, die Fähigkeiten seines Avatars (der Charakterfigur) möglichst zu maximieren und die bestmögliche Ausrüstung zu erlangen. Mittel der Wahl ist dabei entweder das Auslegen der Regeln zum eigenen Nutzen oder das Ausnutzen von Lücken im Regelwerk.

    Ein weiterer Unterschied besteht in dem Verhältnis zur Spielfigur. Die meisten Rollenspieler sehen es als reizvoll an, ihren Avatar möglichst authentisch zu spielen, das heißt neben seinen Stärken auch seine Schwächen zu berücksichtigen, und diese glaubhaft in das Verhalten der Figur mit einfließen zu lassen. Ein Powergamer dagegen sieht beim Erstellen seines Avatars in erster Linie die Stärken, und versucht die Schwächen entweder zu ignorieren oder durch Lücken im Regelwerk auszugleichen beziehungsweise "wegzuerklären". Auch andere Grenzen des eigenen Charakters sind für den Powergamer nicht wichtig, es zählen allein die Vorteile.

    Bei Online-Rollenspielen versuchen Powergamer auch häufig, bestimmte Bugs, also Fehler in der Systemprogrammierung, ausfindig zu machen, und diese für sich zu nutzen. Wenn das "Powergaming" beginnt Regeln zu brechen (und nicht wie üblich sie bloß zu biegen), also offen zu schummeln, nennt man diese Spieler auch Munchkin.

    Die grundsätzlich auf Konkurrenz basierende Denkweise von Powergamern führt häufig zu Unmut und Frustration bei anderen Rollenspielern, die sein Verhalten als egozentrisch und dem Spielvergnügen abträglich empfinden. In der Folge kommt es in Rollenspielrunden und den Foren von Online-Rollenspielen zu Regeldebatten und Streitereien.

    Das Powergaming ist weitgehend verpönt und vor allem bei (einigen, nicht allen) Online-Rollenspielen verboten. Es existieren in den Regelwerken klare Definitionen für einen Powergamer, auf deren Grundlage Administratoren Spieler des Servers verweisen können.

    PG

    Stand: 4. Mai 2010, 65 mal gelesen

    PG, verwandte Suchen

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